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Brettspiel: Tzolk’in Der Maya Kalender

Brettspiel

Harte (höhö) Fakten:

  • Verlag: Czech Games Edition / Distribution: Heidelberger Spieleverlag
  • Autoren: Daniele Tascini und Simone Luciani
  • Illustration und Grafik: Milan Vavron und Filip Murmak
  • Spieleranzahl: 2 – 4
  • Altersempfehlung: Ab 13 Jahren
  • Spielzeit laut Verlag: 90 Minuten

Bei Tzolk’in – Der Maya Kalender übernehmen die Spieler die Kontrolle über einen Maya-Stamm. Wie es damals so üblich war, sammelt jeder Stamm Siegpunkte um zu ermitteln wer der erfolgreichste, schönste und stärkste Maya Präsident ist. Um Siegpunkte zu bekommen, müssen (in einem unbekannten Land, vor garnicht allzu langer Zeit) die Bienen Mayas Gebäude und Monumente errichten und Kristallschädel als Opfer für die Aliens Götter darbringen (keine Sorge, das geht auch ohne, dass man ein alter Mann ist, der eine Atombombenexplosion in einem Kühlschrank überlebt).

Kristallschädel (Nicht im Bild: Shia LaBeouf der mit CGI Affen durch einen CGI Dschungel schwingt)

 

Das Spiel im Detail

Die Vorbereitung:

Zunächst nimmt man den Deckel der Schachtel ab und entleert den Inhalt auf den Tisch. Das sieht dann ungefähr so aus:

Das Material

Anschliessend muss das Spielbrett noch zusammengesetzt werden:

Dann werden die Dschungel-, Gebäude- und Monumentfelder gefüllt, jeder Maya Bundeskanzler wählt eine Farbe und bekommt drei Arbeiter, ein paar Marker, eine Spielertafel und  vier Startvermögenplättchen, von denen zwei behalten werden dürfen. Derjenige, der den ersten saudummen Gag macht (z.B.: „Ich mag meine Pommes ja lieber mit Ketchup als mit Maya…gnihihhihih…“) wird Startspieler.

Der Spielverlauf:

Das Spiel endet sobald das zentrale Zahnrad eine komplette Drehung vollführt hat. In seinem Spielzug hat der Spieler die Wahl entweder beliebig viele seiner Arbeiter auf die fünf kleineren Zahnräder zu setzen (und dafür entsprechend zu zahlen) oder beliebig viele seiner Arbeiter von den Zahnrädern runterzunehmen, um die entsprechende Aktion des Feldes auszuführen. Nachdem jeder Maya Zampano seinen Zug gemacht hat, wird das zentrale Zahnrad eine Stelle weitergedreht. Dadurch werden die kleineren Zahnräder ebenfalls eine Position weitergedreht und es ergeben sich völlig neue und ungeahnte Möglichkeiten…naja…vielleicht nicht unbedingt ungeahnt…man sieht das Spielbrett schliesslich.
Um seine Arbeiter einzusetzen muss man Mais zahlen. Je mehr Arbeiter man gleichzeitig setzen will und je mehr Anfangsfelder auf den Zahnrädern mit anderen Arbeitern besetzt sind, desto mehr muss man zahlen. Mais fungiert in diesem Spiel sowohl als Währung als auch als Ressource (man muss in regelmässigen Abständen seine Arbeiter mit Mais ernähren). Man kann also sagen, dass Mais der Döner der Antike war.
Durch das Zurücknehmen der Arbeiter werden die entsprechenden Aktionen ausgelöst, wodurch man Ressourcen bekommt (Marmor, Stein und Eisen bricht Mais, Holz, Stein, Gold oder Kristallschädel), Technologien verbessert (Landwirtschaft, Ressourcengewinnung, Architektur und Theologie -> man kann mit dem Voranschreiten auf diesen Leisten mehr Ressourcen bekommen oder besser zu den Göttern beten), Gebäude errichtet oder den Göttern Menschen Kristallschädel opfert um im entsprechenden Tempel die Karriereleiter emporzusteigen.
Nach jeder Vierteldrehung des Zentralrades müssen die Arbeiter ernährt werden und man bekommt entweder Siegpunkte oder Ressourcen.

Gebäude bringen einem neben Siegpunkten auch Vorteile während des Spiels

Nachdem das Zentrale Zahnrad also eine komplette Pirouette Drehung vollführt hat endet die Welt das Spiel und die Schlusswertung wird durchgeführt. Zu den Siegpunkten, die während des Spiels erschummelt erspielt wurden, werden noch die restlichen Ressourcen in Mais getauscht (4 Mais sind 1 Siegpunkt wert) und die erworbenen Monumente generieren auch noch ein paar. Wer dann die meisten Siegpunkte sein eigen nennt, ist König der Welt.

Meine unqualifizierte Meinung:

Auch wenn die Grundmechanik sehr simpel wirkt (Arbeiter entweder einsetzen oder runternehmen) bietet Tzolk’in doch erstaunliche taktische Tiefe. Die Züge wollen gut überlegt (besser noch: gut geplant) sein da es doch recht viel zu tun gibt (über 30 Aktionsfelder sind auf dem Spielbrett untergebracht). Neben der Jagd nach den meisten Punkten muss man aber auch stets darauf achten genug Mais im Besitz zu haben um die Arbeiter ernähren zu können, was stets ein wunderbares Dilemma ist, da man eben nicht immer alles machen kann sondern auch mal Prioritäten setzen muss.
Die Zahnradmechanik ist ein echter Hingucker und funktioniert zudem auch richtig gut.
Das Material ist eher zweckdienlich (Holz, Stein und Gold werden als Quader dargestellt) und die Arbeiter sind simple Zyllinder. Aber immerhin ist das alles aus Holz. Die Kristallschädel hingegen sind aus Plastik und sehen soweit ganz nett aus. Der Rest ist Pappe.
Das Spielbrett ist übersichtlich genug, aber die Symbole erschliessen sich nicht immer. Die Anleitung sollte also immer griffbereit sein um bei Bedarf zusammengerollt als Schlaginstrument bei den Mitspielern benutzt zu werden (oder um die Bedeutung eines Symbols nachzuschlagen).
Von der Gefahr mal abgesehen, dass das Spiel mit einem Grübler am Tisch schonmal doppelt so lange dauern kann wie vom Verlag angegeben, ist Tzolk’in ein wirklich gutes und spannendes Worker Placement Spiel das zu überzeugen weiß.

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