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Comic: Oink – Himmels Schlachter

Comics

Harte (höhö) Fakten:

  • Verlag: Splitter Verlag
  • Text & Zeichnungen: John Mueller
  • Erschienen im Splitter Verlag: 08/2015
  • Hard (höhö) cover
  • ca 100 Seiten + ca 20 Seiten Bonusmaterial
  • Einzelband
  • Setting: Dystopie

(Ganz) Kurz zur Story:

In einer Galaxie far, far away nicht näher bestimmten Dystopie lernen wir Oink kennen. Einen Schweinemenschen, der im Schlachthaus  628 arbeitet um Nahrung für die Menschen der Stadt Himmel herzustellen. Die Schweinemenschen werden wie Sklaven gehalten um (richtige) Schweine zu Mästen und zu Schlachten. Und wie es sich für einen ordentllichen Sklaven gehört wird das selbstständige Denken mitsamt lästigen Fragen nicht von den Wärtern gebilligt. Diejenigen die sich nicht daran halten und dadurch unangenehm auffallen, werden mit dem Tod bestraft.
Irgendwann wird Oink das aber dann doch zu blöd und er beginnt zu rebellieren und das Schlachthaus abzufackeln. Das wiederum findet der Chef der Stadt Himmel, Kardinal Bacaar, dann irgendwie auch blöd und schickt seine „Engel der Barmherzigkeit“, dessen Anführer Judas heisst, auf die Jagd nach Oink, was der dann wieder blöd findet…schön blöd.
Ein paar Auseinandersetzungen (und ein paar Leichen) später sind ein paar Fragen beantwortet und die Konfrontation mit Kardinal Bacaar steht bevor.

Meine unqualifizierte Meinung:

Oink Himmels Schlachter ist eine knallharte und düstere Dystopie was sich auch in den Zeichnungen widerspiegelt. Düster, bedrohlich, nur hier und da mal eine klägliche Lichtquelle und gelegentlich ein paar Liter Blut. Die Welt wirkt stimmig, hätte aber noch ein bisschen mehr Hintergrundinfos vertragen.
Generell tritt hier das Problem von Einzelbänden auf: Es wirkt an manchen Stellen etwas übereilt, so dass man nicht besonders viel über die Welt und die Figuren erfährt. Ein oder zwei Bände mehr hätten der Geschichte durchaus gut getan.
Das was man aber geboten bekommt kann sich durchaus sehen lassen. Die Zeichnungen sind sehr gut und trotz der Düsternis ist man jederzeit in der Lage zu erfassen was gerade passiert. Die Kämpfe sind durchaus brutal (Schrotflinten Kopfschuss und herausgerissener Kopf inklusive), aber auch meistens schnell wieder vorbei. Auch hier hätte es gerne etwas mehr und ausführlicher sein dürfen.
Die Story ist denkbar simpel und der Hauptcharakter ist etwas eindimensional geraten. Die vielen religiösen Anspielungen sind Geschmackssache.

Ich bin ehrlich etwas zwiegespalten…einerseits ist Oink ein guter bis sehr guter Comic, der sich flüssig liest und durchaus zu gefallen weiß. Andererseits wird ein Einzelband der Story und der Welt in der sie stattfindet nicht wirklich gerecht, da alles nur kurz angerissen wird. Ich hätte gerne mehr erfahren.
Wie ist Kardinal Bacaar an die Macht gekommen? Wie ist das Leben der Menschen in der Stadt Himmel? Wie hat man es geschafft Schweinemenschen zu erschaffen? Warum ist es nachts kälter als draussen? usw. usf.

Zur besseren Einordnung für meine Leser gebe ich noch eine Wertung für diesen Comic:

Oink Himmels Schlachter bekommt von mir ein „ochnajavielleichtoder“ von insgesamt Drölf Punkten!

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